Die Netzwerktechnik ist ein wesentlicher Bestandteil eines Computers, ohne die dessen Nutzen beeinträchtigt ist. Aus vielen verschiedenen Standards und Methoden haben sich einige durchgesetzt.
Die Netzwerktechnik war für die Forschung und in der Wirtschaft schon seit langer Zeit ein wichtiger Bestandteil der Computertechnik. Auf internen Netzwerken konnten große Unternehmen, wie Banken, Nachrichtenagenturen und schließlich Universitäten, miteinander kommunizieren und wichtige Dokumente teilen. So entstanden viele verschiedene Netzwerke, die sich zum Teil überschnitten haben, aber größtenteils getrennt voneinander operierten. Für die Netzwerktechnik wurden verschiedene Systeme eingesetzt, wie sie heute kaum noch Verwendung finden, wie das Token-Ring-System. Mit der Zeit entstanden mehr Netzwerke, die ineinander übergreifen. Im privaten Segment fand die Netzwerktechnik nicht viel Beachtung. Computer waren teure Geräte, die meisten Privatanwender nutzten nicht mehr als ein Gerät. Das Internet, wie wir es heute kennen, existierte noch nicht.
Das änderte sich in den 90er-Jahren. Einige Telefongesellschaften fingen damit an das Internet zu vermarkten und Leitungen für private Haushalte über ein Modem zur Verfügung zu stellen. Zum damaligen Zeitpunkt war es vielerorts lediglich möglich, die bereits vorhandenen Telefonleitungen als gemeinsame Schnittstelle zu nutzen. Die verfügbare Bandbreite war um ein Vielfaches geringer als auf den Leitungen, die heute genutzt werden. Das Internet fand regen Anklang und es entstanden private und gewerbliche Internetpräsenzen, die die Nachfrage nach dem Internet weiter anregten. Die Netzwerktechnik fand damit in großen Rahmen Einzug in private Haushalte, um das Internet zu nutzen oder um die Computer von Freunden miteinander zu vernetzen und gegeneinander zu spielen. Der Begriff LAN-Party war bald jedem bekannt.
Heute wird von den Kunden die Möglichkeit seinen Computer an ein Netzwerk anzuschließen, um ein lokales Netzwerk zu erstellen oder sich in das Internet einwählen zu können, vorausgesetzt. Jeder, der in seinem Computer nicht über Netzwerktechnik verfügte, hat diese mit der entsprechenden Hardware nachgerüstet. Die Hersteller von Mainboards sind in vielen Fällen dazu übergangen, ihre Hauptplatine mit einer integrierten Netzwerkkarte zu versehen. Das Erstellen eines Netzwerks erforderte die Verwendung von Kabeln. In einem Haushalt konnte es zu Schwierigkeiten kommen, wenn diese durch eine Wand geführt wurden. Laptops mussten vom Netzwerk getrennt werden und waren durch feste Leitungen in ihrer Mobilität eingeschränkt. Dies änderte sich mit dem Wirelass-LAN, drahtlosen Netzwerkverbindungen, die mit Funk arbeiten. Mit diesen ist es möglich, das Internet oder das eigene interne Netzwerk drahtlos zu nutzen. In einem Desktopcomputer kann die Hardware in der Regel problemlos nachgerüstet werden. Einen Laptop nachzurüsten ist nicht immer möglich. WLAN-Sticks sind Geräte, die WLAN ermöglichen und über einen USB-Port betrieben werden können. Damit ist es möglich, WLAN auf jedem Gerät verfügbar zu machen, das über einen USB-Port verfügt.