Desinfizierende Waschlotion - manchmal sehr nützlich

Wenn jemand an einem geschwächten Immunsystem leidet, kann mit speziellen desinfizierenden Pflegeprodukten eine Ansteckung verhindert werden. Auch bei einer Epidemie helfen diese Produkte.

Immer häufiger entdeckt man in den Medien Werbung für desinfizierende Waschlotion, Seife, Reinigungsmittel und so weiter.Besonders Eltern von kleinen Kindern sollen überzeugt werden, dass die Kinder eine möglichst saubere Umgebung brauchen, um gesund aufwachsen zu können. Gleichzeitig hört man aber immer wieder Warnungen von Ärzten und Gesundheitsdiensten, dass eine zu saubere Umgebung die Entstehung von Allergien fördern kann. Eltern stehen damit vor dem Problem, dass sie nicht wissen, wie sie mit Schmutz umgehen sollen.

Der richtige Weg liegt genau zwischen zwei Extremen. Eine sterile Umgebung, in der kein Keim an die Kleinen herankommt, macht genauso krank wie eine Umgebung, in der niemals sauber gemacht wird.

Eine bedarfsmäßige Reinigung, die zwar den groben Schmutz entfernt, jedoch keine Sterilität anstrebt, ist in den meisten Fällen das Gesündeste. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen desinfizierende Reiniger notwendig sein können. So zum Beispiel, wenn eines der Familienmitglieder unter einer Immunschwäche leidet. Hier muss natürlich eine Ansteckung verhindert werden. Auch wenn während der Schnupfenzeit eine Grippeepidemie im Ort ist, kann Desinfektion sinnvoll sein. Aber man sollte vermeiden, jeden Schnupfen so zu bekämpfen, denn die körpereigenen Abwehrkräfte lernen von den kleinen Infektionen, die großen zu bekämpfen. Einfache Seife ist bei normalen Erkältungen noch genug.